Hetzner - DokuWiki

Netzkonfiguration Debian
(Haupt-IP-Adresse)
K
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Diese Lösung ist jedoch unschön, da doppelte und widersprüchliche Informationen in der Routing-Tabelle auftauchen. Eine sauberere Möglichkeit, diese Konfiguration zu erreichen, besteht darin, die Haupt-Adresse mit der Netzmaske 255.255.255.255 (/32) zu versehen; der Server geht so davon aus, sich alleine in seinem Ethernet-Segment zu befinden und stellt keine Pakete direkt zu. Damit er nun jedoch das Gateway erreichen kann, benötigen wir eine explizite Host-Route dorthin: Dies geht mit Debian sehr einfach, indem wir die Option "pointopoint 192.168.0.1" in die Konfiguration einfügen - "192.168.0.1" ist natürlich die IP-Adresse des Gateways.
 
Diese Lösung ist jedoch unschön, da doppelte und widersprüchliche Informationen in der Routing-Tabelle auftauchen. Eine sauberere Möglichkeit, diese Konfiguration zu erreichen, besteht darin, die Haupt-Adresse mit der Netzmaske 255.255.255.255 (/32) zu versehen; der Server geht so davon aus, sich alleine in seinem Ethernet-Segment zu befinden und stellt keine Pakete direkt zu. Damit er nun jedoch das Gateway erreichen kann, benötigen wir eine explizite Host-Route dorthin: Dies geht mit Debian sehr einfach, indem wir die Option "pointopoint 192.168.0.1" in die Konfiguration einfügen - "192.168.0.1" ist natürlich die IP-Adresse des Gateways.
  
  ## /etc/network/interfaces Beispiel Hetzner Rootserver
+
## /etc/network/interfaces Beispiel Hetzner Rootserver
  # Loopback-Adapter
+
# Loopback-Adapter
  auto lo
+
auto lo
  iface lo inet loopback
+
iface lo inet loopback
 
+
  # LAN-Schnittstelle
+
# LAN-Schnittstelle
  auto eth0
+
auto eth0
  iface eth0 inet static
+
iface eth0 inet static
    # Haupt-IP-Adresse des Servers
+
  # Haupt-IP-Adresse des Servers
    address 192.168.0.250
+
  address 192.168.0.250
    # Netzmaske 255.255.255.255 (/32) unabhängig von der
+
  # Netzmaske 255.255.255.255 (/32) unabhängig von der
    # realen Netzaufteilung (z.B. /27)
+
  # realen Netzaufteilung (z.B. /27)
    netmask 255.255.255.255
+
  netmask 255.255.255.255
    # Explizite Hostroute zum Gateway
+
  # Explizite Hostroute zum Gateway
    gateway 192.168.0.1
+
  gateway 192.168.0.1
    pointopoint 192.168.0.1
+
  pointopoint 192.168.0.1
  
 
Die in der Hetzner-Standardkonfiguration vorgesehene zusätzliche Route ist damit nicht mehr nötig.
 
Die in der Hetzner-Standardkonfiguration vorgesehene zusätzliche Route ist damit nicht mehr nötig.
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Um die zusätzlichen Adressen auf dem Server zu nutzen, wird das Paket "iproute" mit dem Dienstprogramm "ip" benötigt. Konfigurationen mit Alias-Schnittstellen (eth0:1, eth0:2 etc.) sind veraltet und sollten keine Verwendung mehr finden. Um eine Adresse hinzuzufügen, genügt das folgende Kommando:
 
Um die zusätzlichen Adressen auf dem Server zu nutzen, wird das Paket "iproute" mit dem Dienstprogramm "ip" benötigt. Konfigurationen mit Alias-Schnittstellen (eth0:1, eth0:2 etc.) sind veraltet und sollten keine Verwendung mehr finden. Um eine Adresse hinzuzufügen, genügt das folgende Kommando:
  
  ip addr add 10.4.2.1/32 dev eth0
+
ip addr add 10.4.2.1/32 dev eth0
  
 
Der Befehl "ip addr" zeigt die momentan aktiven IP-Adressen an. Da das Subnetz dem Server exklusiv zur Verfügung steht, ist es auch hier sinnvoll, die Adressen mit der Präfixlänge /32, also der Subnetzmaske 255.255.255.255 hinzuzufügen.
 
Der Befehl "ip addr" zeigt die momentan aktiven IP-Adressen an. Da das Subnetz dem Server exklusiv zur Verfügung steht, ist es auch hier sinnvoll, die Adressen mit der Präfixlänge /32, also der Subnetzmaske 255.255.255.255 hinzuzufügen.
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Leider bieten die Konfigurationsmechanismen der Debian-Distriution keine Möglichkeit, mehrere IP-Adressen in der Datei "/etc/network/interfaces" zu hinterlegen. Diese Fähigkeit kann jedoch hinzugefügt werden: Dazu wird das Skript "addresses" benötigt: http://wertarbyte.de/debian/addresses. Es wird im Verzeichnis "/etc/network/if-up.d/" abgelegt und zusätzlich nach "/etc/network/if-down.d/" verlinkt:
 
Leider bieten die Konfigurationsmechanismen der Debian-Distriution keine Möglichkeit, mehrere IP-Adressen in der Datei "/etc/network/interfaces" zu hinterlegen. Diese Fähigkeit kann jedoch hinzugefügt werden: Dazu wird das Skript "addresses" benötigt: http://wertarbyte.de/debian/addresses. Es wird im Verzeichnis "/etc/network/if-up.d/" abgelegt und zusätzlich nach "/etc/network/if-down.d/" verlinkt:
  
  cd /etc/network/if-up.d/ && \
+
cd /etc/network/if-up.d/ && \
  wget http://wertarbyte.de/debian/addresses && \
+
wget http://wertarbyte.de/debian/addresses && \
  chmod +x addresses && \
+
chmod +x addresses && \
  cd ../if-down.d/ && \
+
cd ../if-down.d/ && \
  ln -s ../if-up.d/addresses .
+
ln -s ../if-up.d/addresses .
  
 
Das Skript erweitert die Syntax der Konfigurationsdatei um eine neue Anweisung namens "addresses", mit der zusätzliche zu bindende IP-Adressen angegeben werden können:
 
Das Skript erweitert die Syntax der Konfigurationsdatei um eine neue Anweisung namens "addresses", mit der zusätzliche zu bindende IP-Adressen angegeben werden können:
  
  addresses 10.4.2.1/32 10.4.2.2/32 10.4.2.3/32
+
addresses 10.4.2.1/32 10.4.2.2/32 10.4.2.3/32
  
 
Fügt man diese Zeile zur Konfiguration der Schnittstelle "eth0" hinzu, so werden die Adressen beim Aktivieren der Schnittstelle hinzugefügt und bei dessen Deaktivierung wieder entfernt.
 
Fügt man diese Zeile zur Konfiguration der Schnittstelle "eth0" hinzu, so werden die Adressen beim Aktivieren der Schnittstelle hinzugefügt und bei dessen Deaktivierung wieder entfernt.
  
 
Zusätzlich ist es möglich, mehrere Zeilen zu verwenden, um Adressen in Kategorien zu bündeln und die Konfiguration übersichtlicher zu gestalten:
 
Zusätzlich ist es möglich, mehrere Zeilen zu verwenden, um Adressen in Kategorien zu bündeln und die Konfiguration übersichtlicher zu gestalten:
 
+
  addresses      10.4.2.1/32
+
addresses      10.4.2.1/32
  addresses-https 10.4.2.2/32 10.4.2.3/32 # SSL-Websites
+
addresses-https 10.4.2.2/32 10.4.2.3/32 # SSL-Websites
  addresses-mail  10.4.2.4/32            # Mailserver
+
addresses-mail  10.4.2.4/32            # Mailserver
  
 
Das Skript erfasst sämtliche Anweisungen, die mit dem Schlüsselwort "addresses-" und einer frei wählbaren Bezeichnung beginnen. Ein Schlüsselwort darf nicht doppelt verwendet werden, da ansonsten ifupdown einen Syntaxfehler anzeigt und die Konfiguration abbricht.
 
Das Skript erfasst sämtliche Anweisungen, die mit dem Schlüsselwort "addresses-" und einer frei wählbaren Bezeichnung beginnen. Ein Schlüsselwort darf nicht doppelt verwendet werden, da ansonsten ifupdown einen Syntaxfehler anzeigt und die Konfiguration abbricht.

Version vom 25. November 2008, 09:48 Uhr

Vorlage:IP-Disclaimer

Haupt-IP-Adresse

Die Hauptadresse eines Hetzner-Servers liegt in der Regel in einem /27-Netz. Um die (versehentliche) Übernahme fremder IP-Adresse zu verhindern, verwirft Hetzners Netz-Infrastruktur Ethernet-Pakete, die nicht an die Gateway-Adresse gerichtet sind. Um auch Server im gleichen Netzsegment ansprechen zu können, richtet die Hetzner-Standardinstallation eine explizite Route ein, die Pakete an das eigene Subnetz über das Gateway leitet und nicht direkt zustellt.

Diese Lösung ist jedoch unschön, da doppelte und widersprüchliche Informationen in der Routing-Tabelle auftauchen. Eine sauberere Möglichkeit, diese Konfiguration zu erreichen, besteht darin, die Haupt-Adresse mit der Netzmaske 255.255.255.255 (/32) zu versehen; der Server geht so davon aus, sich alleine in seinem Ethernet-Segment zu befinden und stellt keine Pakete direkt zu. Damit er nun jedoch das Gateway erreichen kann, benötigen wir eine explizite Host-Route dorthin: Dies geht mit Debian sehr einfach, indem wir die Option "pointopoint 192.168.0.1" in die Konfiguration einfügen - "192.168.0.1" ist natürlich die IP-Adresse des Gateways.

## /etc/network/interfaces Beispiel Hetzner Rootserver
# Loopback-Adapter
auto lo
iface lo inet loopback

# LAN-Schnittstelle
auto eth0
iface eth0 inet static
  # Haupt-IP-Adresse des Servers
  address 192.168.0.250
  # Netzmaske 255.255.255.255 (/32) unabhängig von der
  # realen Netzaufteilung (z.B. /27)
  netmask 255.255.255.255
  # Explizite Hostroute zum Gateway
  gateway 192.168.0.1
  pointopoint 192.168.0.1

Die in der Hetzner-Standardkonfiguration vorgesehene zusätzliche Route ist damit nicht mehr nötig.

Zusätzliche IP-Adressen

Alle Serverpakete enthalten ein /29-Subnetz, dass 6 weitere Adressen beinhaltet. Dieses Netz schließt sich nicht direkt an die Hauptadresse an, sondern muss im Hetzner-Robot beantragt werden.

Um die zusätzlichen Adressen auf dem Server zu nutzen, wird das Paket "iproute" mit dem Dienstprogramm "ip" benötigt. Konfigurationen mit Alias-Schnittstellen (eth0:1, eth0:2 etc.) sind veraltet und sollten keine Verwendung mehr finden. Um eine Adresse hinzuzufügen, genügt das folgende Kommando:

ip addr add 10.4.2.1/32 dev eth0

Der Befehl "ip addr" zeigt die momentan aktiven IP-Adressen an. Da das Subnetz dem Server exklusiv zur Verfügung steht, ist es auch hier sinnvoll, die Adressen mit der Präfixlänge /32, also der Subnetzmaske 255.255.255.255 hinzuzufügen.

Leider bieten die Konfigurationsmechanismen der Debian-Distriution keine Möglichkeit, mehrere IP-Adressen in der Datei "/etc/network/interfaces" zu hinterlegen. Diese Fähigkeit kann jedoch hinzugefügt werden: Dazu wird das Skript "addresses" benötigt: http://wertarbyte.de/debian/addresses. Es wird im Verzeichnis "/etc/network/if-up.d/" abgelegt und zusätzlich nach "/etc/network/if-down.d/" verlinkt:

cd /etc/network/if-up.d/ && \
wget http://wertarbyte.de/debian/addresses && \
chmod +x addresses && \
cd ../if-down.d/ && \
ln -s ../if-up.d/addresses .

Das Skript erweitert die Syntax der Konfigurationsdatei um eine neue Anweisung namens "addresses", mit der zusätzliche zu bindende IP-Adressen angegeben werden können:

addresses 10.4.2.1/32 10.4.2.2/32 10.4.2.3/32

Fügt man diese Zeile zur Konfiguration der Schnittstelle "eth0" hinzu, so werden die Adressen beim Aktivieren der Schnittstelle hinzugefügt und bei dessen Deaktivierung wieder entfernt.

Zusätzlich ist es möglich, mehrere Zeilen zu verwenden, um Adressen in Kategorien zu bündeln und die Konfiguration übersichtlicher zu gestalten:

addresses       10.4.2.1/32
addresses-https 10.4.2.2/32 10.4.2.3/32 # SSL-Websites
addresses-mail  10.4.2.4/32             # Mailserver

Das Skript erfasst sämtliche Anweisungen, die mit dem Schlüsselwort "addresses-" und einer frei wählbaren Bezeichnung beginnen. Ein Schlüsselwort darf nicht doppelt verwendet werden, da ansonsten ifupdown einen Syntaxfehler anzeigt und die Konfiguration abbricht.



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