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Hetzner Rescue-System


Wie startet man das Rescue-System?

Das Rescue-System wird aus dem Hetzner Robot aktiviert. Dort wählt man den Menüpunkt "Serverübersicht" aus. Dort kann man dann das Rescue System für jeden eigenen Server aktivieren. Nachdem man das Rescue-System aktiviert hat, bekommt man ein automatisch generiertes Passwort mitgeteilt. Dieses unbedingt merken, denn dies ist das root-Passwort für das Rescue System.


Wenn man allerdings ein 64-Bit System hat und in dieses "chroot"-en will (unten beschrieben), so sollte man dazu das 64-Bit-System auswählen.


Danach muss man noch einen Reboot ausführen, der Server bootet dann das Rescue-System vom Netzwerk anstatt von der Festplatte.

Das geht

  • entweder über die Console mit dem Befehl "shutdown -r NOW" oder einfach "reboot"
  • oder über das Reboot-Interface im Hetzner Robot
  • oder über einen manuellen Reboot durch einen Techniker von Hetzner (nur innerhalb der Geschäftszeiten, zur Zeit: Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 22:00 Uhr)


Nach dem Reboot kann man sich dann über die normale IP-Adresse des Servers mit dem Rescue-System verbinden und sich als Benutzer root mit dem vorher notierten Passwort einloggen.


Wenn du jetzt denkst "ah, gut, ich hab wieder die Console, los gehts" dann brauchst du wohl nicht weiterlesen. Für alle anderen hier noch ein paar Tipps:

Wie kommt man an die Daten des Servers?

Um die Festplatte wieder zu mounten tut man nun Folgendes (Beispiel an einem Entry Server, bei den Best Servern wurde die Partitionierung bei der Bestellung angegeben):

  cd /mnt
  mkdir rescue
  mount -o ro /dev/hda2 /mnt/rescue

nun ist die Festplatte "readonly" gemountet, man kann also nicht darauf schreiben. Wenn man auf der Festplatte aber schreiben muss, muss man sie statt dessen folgendermaßen mounten:

  mount /dev/hda2 /mnt/rescue

nun kann man auch über

  chroot /mnt/rescue /bin/bash

direkt das gemountete Filesystem als Wurzel des Verzeichnisbaums ( / ) benutzen.

Wie führt man eine Überprüfung des Dateisystems ("filesystem check") durch?

Wenn Fehlermeldungen über das Dateisystem im Syslog stehen, oder einfach der Verdacht auf ein Problem des Filesystems besteht, kann man das Dateisystem überprüfen lassen. Dies sollte man aber im ungemounteten Zustand der Partitionen durchführen, da es sonst zu Datenverlust kommen kann. Folgendermaßen startet man den die Überprüfung (wieder Beispiel: Entry Server)

  fsck /dev/hda2

um ganz auf der sichern Seite zu sein, kann man fsck auch direkt für den entsprechenden Dateisystemtyp aufrufen, zum Beispiel:

  fsck.ext3 /dev/hda2
  fsck.ext2 /dev/hda2
  ...


Feedback bitte an deltaflyer@ki-ba.net (kleinere Überarbeitung von public at mjh dot name)



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