Hetzner - DokuWiki

Hetzner Rescue-System
(/dev und /proc sollten auch gemountet werden.)
Zeile 62: Zeile 62:
 
   ...
 
   ...
  
 +
 +
== '''Wie installiert man einen neuen Server aus dem Rescue-System heraus?''' ==
 +
'''Kann nicht von Anfaengern durchgefuehrt werden da Probleme aufkommen koennen.'''
 +
Bevor man in das Rescue-System wie oben beschrieben bootet zuerst die Datei /etc/network/interfaces lokal sichern um auf die Daten die darin enthalten sind immer zugreifen zu koennen. Danach booten und einloggen ins Rescue-System wie oben beschrieben.
 +
Netzwerkkarte finden fuer Kernelkonfiguration:
 +
    rescue# lspci |grep Ethernet
 +
CPU-Informationen fuer Prozessortyp bei Kernelkonfiguration
 +
    rescue# cat /proc/cpuinfo
 +
Partitionieren der alten Festplatte.
 +
Formatieren der Partitionen.
 +
Mounten der Partitionen unterhalb von /target.
 +
Bei Beispielpartitionierung: hda1(swap), hda2(/), hda3(/home), hda4(/opt)
 +
sieht das so aus
 +
    rescue# mkdir /target && mount /dev/hda2 /target
 +
    rescue# mkdir /target/home && mount /dev/hda3 /target/home
 +
    rescue# mkdir /target/opt && mount /dev/hda4 /target/opt
 +
Grundsystem installieren (Nur Woody. Sarge macht manchmal Probleme.)
 +
    rescue# debootstrap --arch i386 woody /target ftp://ftp.de.debian.org/debian
 +
Datei /etc/fstab nach /target/etc/ kopieren
 +
    rescue# cp /etc/fstab /target/etc/
 +
Datei /target/etc/fstab anpassen
 +
    rescue# nano /target/etc/fstab
 +
Chrooten in /target
 +
    rescue# chroot /target /bin/bash
 +
Tastatur konfigurieren
 +
    rescue# dpkg-reconfigure console-data
 +
Basiskonfiguration
 +
    rescue# base-config
 +
Nochmalige Konfiguration der Tastatur (ist ein nicht immer wiederkehrender Bug)
 +
    rescue# dpkg-reconfigure console-data
 +
Lokalisierung installieren
 +
    rescue# apt-get install locales
 +
Lokalisierung entsprechend konfigurieren
 +
    rescue# dpkg-reconfigure locales
 +
Anpassen der Netzwerkkonfiguration
 +
    rescue# nano /etc/network/interfaces
 +
Anpassen der Namensaufloesung
 +
    rescue# nano /etc/resolv.conf
 +
Anpassen der Hosts-Datei
 +
    rescue# nano /etc/hosts
 +
Anpassen des Hostnamens
 +
    rescue# echo 'foobarhostname' > /etc/hostname
 +
Alle noetigen Pakete zum konfigurieren und kompilieren eines Kernels laden
 +
    rescue# apt-get install kernel-package libdb3-dev libncurses5-dev debhelper html2text debconf-utils fakeroot
 +
Zusaetzlich noch das Paket fuer SSH installieren (wird nicht immer automatisch installiert)
 +
    rescue# apt-get install ssh
 +
Bootloader anpassen (Hier lilo)
 +
    rescue# nano /etc/lilo.conf
 +
Kernel entsprechend konfigurieren und kompilieren.
 +
Vergiss die Netzwerkkarte und den Support fuer die verwendeten Dateisysteme nicht.
 +
 +
Ausloggen aus der chroot-Umgebung
 +
    rescue# logout
 +
Reboot des Servers
 +
    rescue# shutdown -r NOW
 +
 +
Absicher des neuen Servers. Wird waermstens empfohlen. [http://www.debianhowto.de/howtos/de/absichern/c_absichern.html Server absichern]
  
 
Feedback bitte an deltaflyer@ki-ba.net
 
Feedback bitte an deltaflyer@ki-ba.net
 
(kleinere Überarbeitung von public at mjh dot name)
 
(kleinere Überarbeitung von public at mjh dot name)
 +
(Wie installiert man einen neuen Server aus dem Rescue-System heraus? von nuhpardon)

Version vom 2. Mai 2005, 05:11 Uhr


Inhaltsverzeichnis

Wie startet man das Rescue-System?

Das Rescue-System wird aus dem Hetzner Robot aktiviert. Dort wählt man den Menüpunkt "Serverübersicht" aus. Dort kann man dann das Rescue System für jeden eigenen Server aktivieren. Nachdem man das Rescue-System aktiviert hat, bekommt man ein automatisch generiertes Passwort mitgeteilt. Dieses unbedingt merken, denn dies ist das root-Passwort für das Rescue System.


Wenn man allerdings ein 64-Bit System hat und in dieses "chroot"-en will (unten beschrieben), so sollte man dazu das 64-Bit-System auswählen.


Danach muss man noch einen Reboot ausführen, der Server bootet dann das Rescue-System vom Netzwerk anstatt von der Festplatte.

Das geht

  • entweder über die Console mit dem Befehl "shutdown -r NOW" oder einfach "reboot"
  • oder über das Reboot-Interface im Hetzner Robot
  • oder über einen manuellen Reboot durch einen Techniker von Hetzner (nur innerhalb der Geschäftszeiten, zur Zeit: Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 22:00 Uhr)


Nach dem Reboot kann man sich dann über die normale IP-Adresse des Servers mit dem Rescue-System verbinden und sich als Benutzer root mit dem vorher notierten Passwort einloggen.


Wenn du jetzt denkst "ah, gut, ich hab wieder die Console, los gehts" dann brauchst du wohl nicht weiterlesen. Für alle anderen hier noch ein paar Tipps:

Wie kommt man an die Daten des Servers?

Um die Festplatte wieder zu mounten tut man nun Folgendes (Beispiel an einem Entry Server, bei den Best Servern wurde die Partitionierung bei der Bestellung angegeben):

  cd /mnt
  mkdir rescue
  mount -o ro /dev/hda2 /mnt/rescue

nun ist die Festplatte "readonly" gemountet, man kann also nicht darauf schreiben. Wenn man auf der Festplatte aber schreiben muss, muss man sie statt dessen folgendermaßen mounten:

  mount /dev/hda2 /mnt/rescue

Wenn man nicht nur an die Daten auf der Festplatte gelangen möchte, sondern am Kernel oder so etwas ändern möchste sollte man zusätzlich /dev und /proc nach /mnt/rescue mounten:

  mount --bind /dev /mnt/rescue/dev/
  mount --bind /proc /mnt/rescue/proc/

nun kann man auch über

  chroot /mnt/rescue /bin/bash

direkt das gemountete Filesystem als Wurzel des Verzeichnisbaums ( / ) benutzen.

Wie führt man eine Überprüfung des Dateisystems ("filesystem check") durch?

Wenn Fehlermeldungen über das Dateisystem im Syslog stehen, oder einfach der Verdacht auf ein Problem des Filesystems besteht, kann man das Dateisystem überprüfen lassen. Dies sollte man aber im ungemounteten Zustand der Partitionen durchführen, da es sonst zu Datenverlust kommen kann. Folgendermaßen startet man den die Überprüfung (wieder Beispiel: Entry Server)

  fsck /dev/hda2

um ganz auf der sichern Seite zu sein, kann man fsck auch direkt für den entsprechenden Dateisystemtyp aufrufen, zum Beispiel:

  fsck.ext3 /dev/hda2
  fsck.ext2 /dev/hda2
  ...


Wie installiert man einen neuen Server aus dem Rescue-System heraus?

Kann nicht von Anfaengern durchgefuehrt werden da Probleme aufkommen koennen. Bevor man in das Rescue-System wie oben beschrieben bootet zuerst die Datei /etc/network/interfaces lokal sichern um auf die Daten die darin enthalten sind immer zugreifen zu koennen. Danach booten und einloggen ins Rescue-System wie oben beschrieben. Netzwerkkarte finden fuer Kernelkonfiguration:

   rescue# lspci |grep Ethernet

CPU-Informationen fuer Prozessortyp bei Kernelkonfiguration

   rescue# cat /proc/cpuinfo

Partitionieren der alten Festplatte. Formatieren der Partitionen. Mounten der Partitionen unterhalb von /target. Bei Beispielpartitionierung: hda1(swap), hda2(/), hda3(/home), hda4(/opt) sieht das so aus

   rescue# mkdir /target && mount /dev/hda2 /target 
   rescue# mkdir /target/home && mount /dev/hda3 /target/home
   rescue# mkdir /target/opt && mount /dev/hda4 /target/opt

Grundsystem installieren (Nur Woody. Sarge macht manchmal Probleme.)

   rescue# debootstrap --arch i386 woody /target ftp://ftp.de.debian.org/debian

Datei /etc/fstab nach /target/etc/ kopieren

   rescue# cp /etc/fstab /target/etc/

Datei /target/etc/fstab anpassen

   rescue# nano /target/etc/fstab

Chrooten in /target

   rescue# chroot /target /bin/bash

Tastatur konfigurieren

   rescue# dpkg-reconfigure console-data

Basiskonfiguration

   rescue# base-config

Nochmalige Konfiguration der Tastatur (ist ein nicht immer wiederkehrender Bug)

   rescue# dpkg-reconfigure console-data

Lokalisierung installieren

   rescue# apt-get install locales

Lokalisierung entsprechend konfigurieren

   rescue# dpkg-reconfigure locales

Anpassen der Netzwerkkonfiguration

   rescue# nano /etc/network/interfaces

Anpassen der Namensaufloesung

   rescue# nano /etc/resolv.conf

Anpassen der Hosts-Datei

   rescue# nano /etc/hosts

Anpassen des Hostnamens

   rescue# echo 'foobarhostname' > /etc/hostname

Alle noetigen Pakete zum konfigurieren und kompilieren eines Kernels laden

   rescue# apt-get install kernel-package libdb3-dev libncurses5-dev debhelper html2text debconf-utils fakeroot

Zusaetzlich noch das Paket fuer SSH installieren (wird nicht immer automatisch installiert)

   rescue# apt-get install ssh

Bootloader anpassen (Hier lilo)

   rescue# nano /etc/lilo.conf

Kernel entsprechend konfigurieren und kompilieren. Vergiss die Netzwerkkarte und den Support fuer die verwendeten Dateisysteme nicht.

Ausloggen aus der chroot-Umgebung

   rescue# logout

Reboot des Servers

   rescue# shutdown -r NOW

Absicher des neuen Servers. Wird waermstens empfohlen. Server absichern

Feedback bitte an deltaflyer@ki-ba.net (kleinere Überarbeitung von public at mjh dot name) (Wie installiert man einen neuen Server aus dem Rescue-System heraus? von nuhpardon)



© 2019. Hetzner Online GmbH. Alle Rechte vorbehalten.