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Zusätzliche IP-Adressen Suse

Inhaltsverzeichnis

Mit YaST

Im YAST folgenden Dialog aufrufen:

"Netzwerkgeräte" -> "Netzwerkkarte" -> Netzwerkkarte auswählen -> [Bearbeiten] -> [Erweitert...] -> "Zusätzliche Adressen"

Dort über [Hinzufügen] für jede zusätzliche IP einen weiteren Eintrag hinzufügen.

Aliasname = scheinbar beliebig, z.B. "zusatz1", "zusatz2", usw...
IP-Adressen und Netzmaske aus der Mail entnehmen.

Für spezielle Anforderungen (z.B. Mailserver) wird man vermutlich noch weitere Einstellungen vornehmen müssen.
Zum Aufruf des Apache-Webserver reichen die beschriebenen Einstellungen jedenfalls aus.

Konfigurationsdateien direkt bearbeiten

Als Alternative zu YaST kann man die Netzwerkkonfigurationsdateien direkt bearbeiten. Die Konfiguration für eth0 findet sich in /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth0 und lässt sich wie folgt erweitern:

IPADDR_2='188.40.40.74/32'
REMOTE_IPADDR_2='188.40.40.65'

Der Variablenname für IP-Adressen ist (nach IPADDR_-Präfix) frei wählbar, hier wurde IPADDR_2 verwendet, es hätte genauso auch IPADDR_FOO oder IPADDR_BAR sein dürfen. Weitere Beschreibungen entnehmen Sie der ifcfg(5)-Manpage.

Virtualisierung

Bei Einsatz von Virtualisierung werden die zusätzliche IP-Adressen durch die Gast-Systeme genutzt. Damit diese im Internet erreichbar sind, muß im Hostsystem eine Konfiguration entsprechend angepasst werden, um die Pakete weiterzuleiten. Dabei gibt es für zusätzliche Einzel-IPs zwei Möglichkeiten: Routed und Bridged.

Routed (brouter)

Bei einer Routed-Konfiguration werden die Pakete geroutet. Dafür muß eine zusätzliche Bridge mit nahezu gleicher Konfiguration (ohne Gateway) wie eth0 angelegt werden. (Hinweis: bei Installation via YAST ist eine entsprechende Bridge bereits vorhanden und muß nur entsprechend konfiguriert werden.)

# cat /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth0
# device: eth0
MTU=
STARTMODE='auto'
UNIQUE=
USERCONTROL='no'
BOOTPROTO='static'
IPADDR='(Haupt-IP)/32'
REMOTE_IPADDR='(Gateway-IP)'
NETMASK=
BROADCAST=
ETHTOOL_OPTIONS=
NAME=
NETWORK=
 # cat /etc/sysconfig/network/routes
default [Gateway-IP] - eth0
[Zusatz-IP]/32 - - br0

Für die virtuellen Maschinen muß eine Bridge konfiguriert werden. Bei einem Subnetz kann eine vereinfachte Konfiguration benutzt werden.

  • Bridge für zusätzliches Subnetz
# cat /etc/sysconfig/network/ifcfg-br0
BOOTPROTO='static'
BRIDGE='yes'
BRIDGE_FORWARDDELAY='0'
BRIDGE_PORTS=
BRIDGE_STP='off'
IPADDR='(IP aus Subnetz)/(CIDR des Subnetz)'
MTU=
STARTMODE='auto'
UNIQUE=
USERCONTROL='no'
BROADCAST=
ETHTOOL_OPTIONS=
NAME=
NETWORK=
REMOTE_IPADDR=

Für Einzel-IPs oder zur Nutzung aller Subnetz-IPs (Point-to-Point)

# cat /etc/sysconfig/network/ifcfg-br0
BOOTPROTO='static'
BRIDGE='yes'
BRIDGE_FORWARDDELAY='0'
BRIDGE_PORTS=
BRIDGE_STP='off'
IPADDR='(Haupt-IP)/32'
MTU=
STARTMODE='auto'
UNIQUE=
USERCONTROL='no'
BROADCAST=
ETHTOOL_OPTIONS=
NAME=
NETWORK=
REMOTE_IPADDR=

Wichtig: IP Forwarding via Yast oder direkt in /etc/sysctl.conf aktivieren.

Gast

Point-to-Point für zusätzliche Einzel-IPs

# cat /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth0
# device: eth0
MTU=
STARTMODE='auto'
UNIQUE=
USERCONTROL='no'
BOOTPROTO='static'
IPADDR='(Zusatz-IP)/32'
REMOTE_IPADDR='(Haupt-IP)'
NETMASK=
BROADCAST=
ETHTOOL_OPTIONS=
NAME=
NETWORK=
# cat /etc/sysconfig/network/routes
default (Haupt-IP) - eth0

Standardkonfiguration für zusätzliches Subnetz:

# cat /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth0
# device: eth0
MTU=
STARTMODE='auto'
UNIQUE=
USERCONTROL='no'
BOOTPROTO='static'
IPADDR='(Subnetz-IP)/(CIDR Subnetz)'
REMOTE_IPADDR='(IP der Bridge)'
NETMASK=
BROADCAST=
ETHTOOL_OPTIONS=
NAME=
NETWORK=
# cat /etc/sysconfig/network/routes
default (Bridge-IP) - eth0


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