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Hetzner Pricing

Manchmal sind Menschen, die unsere Webseite zum ersten Mal besuchen oder zum ersten Mal von uns hören, überwältigt von der Vielzahl günstiger Angebote. Dieser Artikel beschreibt unsere preisgünstige Kalkulation etwas genauer.

Inhaltsverzeichnis

Rechenzentren

Wir machen von Grund auf alles selbst. Nicht nur die Rechenzentren sind in unserem Eigentum, sondern auch die dazugehörigen Grundstücke. Hetzner wurde 1997 gegründet und nach mehr als zehn Jahren Erfolg im Bereich Webhosting entschlossen wir uns, unsere eigenen Rechenzentren zu bauen. Nachdem wir viele Jahre damit verbracht hatten, Rechenzentren in vorhandenen Gebäuden einzurichten, waren uns die dadurch erforderlichen Kompromisse nur allzu gut bekannt. Doch diese Jahre gaben uns auch die notwendige Erfahrung um genau zu wissen, was wir uns von einem Rechenzentrum wünschen.

Das erste neue Rechenzentrum wurde 2009 fertiggestellt. Mittlerweile betreiben wir zwei große Datacenterparks in Falkenstein/Vogtl. und in Nürnberg. Ein weiterer Standort wird derzeit in Finnland errichtet.

Der Bau von Rechenzentren zählt mittlerweile zu einer unserer Kernkompetenzen, da wir diese Arbeiten nicht extern vergeben, sondern unsere eigene Bauabteilung aufgebaut haben. Wir beschäftigen außerdem Elektriker, Elektroingenieure, Klimatisierungstechniker, Bauleiter, Architekten und viele, viele mehr. Dies gibt uns die volle Kontrolle darüber was entworfen und gebaut wird. Wir haben auch eigene LKWs um Server zu den Rechenzentren zu transportieren. Unsere Prozesse sind also hochgradig integriert.

Dadurch, dass wir unsere eigenen Rechenzentren bauen, können wir jedes Detail beeinflussen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Energieeffizienz unserer Rechenzentren. Jede Kilowattstunde, die wir nicht verbrauchen, ermöglicht es uns, unsere Produkte und Dienstleistungen günstiger anzubieten.

Server

Unser Ziel ist es, Server mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Dieses Ziel erfordert eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen. Zuallererst bauen wir die Server selbst. Die meisten Menschen wissen, dass es oft günstiger ist, einen Computer selbst zu bauen als einen vorgefertigten zu kaufen. Das gleiche gilt für unsere Server.

Unsere eigenen Server zu bauen heißt auch, dass wir bestimmen, welche Komponenten verbaut werden. Wir wählen diese Komponenten sehr sorgfältig aus und zwar auf Grundlage folgender Kriterien:

  • Leistung
  • Preis
  • Energieverbrauch
  • Qualität

Wir geben nicht viel Geld für optisch ansprechende 1-HE-19"-Gehäuse aus. Niemand außer unserer Techniker sieht diese Gehäuse und wir brauchen kein Geld für Dinge ausgeben, die wir nicht benötigen. Wir verwenden ein supportfreundliches, maßgeschneidertes Gehäuse, das speziell auf unser Kühlkonzept zugeschnitten ist und in das ein höchst effizientes, langlebiges Netzteil eingebaut ist.

Unser Finanzkonzept basiert auf unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Webhosting. So verwenden wir beispielsweise ausschließlich Juniper-Geräte im Backbone-Bereich; wir verwenden dabei Geräte, die bereits vollständige Redundanz herstellen und dennoch setzen wir an jedem Standort mindestens zwei davon ein um noch eine weitere Redundanzebene zu erreichen. Trotzdem ist es natürlich nicht möglich 100% Netzwerkstabilität zu garantieren, aber wir sind ausgesprochen stolz auf das, was wir unseren Kunden bieten können und wir sind sehr zufrieden mit unserem Netz. Wir könnten sehr viel Geld dafür ausgeben es nur ein kleinwenig zu verbessern, aber wir streben auch hier immer ein bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis an.

Automatisierung

Wir bieten sinnvoll gestaltete, verlässliche und hoch-automatisierte Produkte an. Beispielsweise sieht eine typische Serverauslieferung wie folgt aus:

- 20 Tage: Wir bestellen die Bauteile für den Server (manueller Vorgang)
- 15 Tage: Der Server wird gebaut (manueller Vorgang)
- 12 Tage: Der Server wird im Rechenzentrum ins Rack eingebaut (manueller Vorgang)
- 10 Tage: Der Server führt ca. zwei Tage lang einen Hardware-Test aus (automatisierter Vorgang)
- 8 Tage: Alle Testergebnisse werden geprüft und in unserer Hardware-Datenbank gespeichert (automatisierter Vorgang)
- 8 Tage: Der Server wird abgeschaltet (automatisierter Vorgang)
+ 0:00 Wir erhalten eine Serverbestellung (manueller Vorgang - vom Kunden durchgeführt)
+ 0:00 Die Bestellung wird angenommen (automatisierter Vorgang wenn keine Sonderwünsche vorliegen - ansonsten manuelle Prüfung während der Geschäftszeiten)
+ 0:01 WOL-Signal an den Server (automatisierter Vorgang)
+ 0:02 Server startet per Netzwerkboot und beginnt die Installation (automatisierter Vorgang)
+ 0:14 Einige Prozesse, die nach der Installation erforderlich sind, werden ausgeführt, z.B. Netzwerkkonfiguration, Datum und Uhrzeit, Kennwort usw. (automatisierter Vorgang)
+ 0:15 Der Server startet das neu installierte Betriebssystem (automatisierter Vorgang)
+ 0:16 Wir verschicken die Zugangsdaten an den Kunden (automatisierter Vorgang)

Für Kündigungen gehen wir sehr ähnlich vor, beide Vorgänge sind also fast vollständig automatisiert. Dadurch sind die Vorgänge sehr schnell, zuverlässig und kostengünstig - so lange der bestellte Server ein Standardangebot ohne Anpassungen ist. Spezialserver müssen wir erst bauen, weswegen es bis zu drei Tage dauern kann bis so ein Server online geht.

Preise

Die Preise unserer Server basieren auf den tatsächlichen Kosten des Servers und des Supports. Wir versuchen nicht, unsere Angebote durch Quersubventionierung zu finanzieren.

Wenn man den typischen Lebenslauf eines Servers betrachtet, entstehen die höchsten Kosten beim Kauf neuer Hardware. Auch der Wertverlust ist während der ersten fünf Monate der Laufzeit am höchsten. Deswegen verlangen wir bei den meisten Servern eine Einrichtungsgebühr (ältere Server haben oft keine Einrichtungsgebühr). Es gibt viele Mitbewerber, die Server ohne Einrichtungsgebühren anbieten, manchmal sogar mit stark reduzierten monatlichen Gebühren während der ersten Monate der Vertragslaufzeit. Diese Preisstrategie ist das genaue Gegenteil der tatsächlichen Kosten und diese müssen anderweitig ausgeglichen werden. Wir sind der Meinung, dass das beste Preis-Leistungsverhältnis erreicht wird, indem wir die Preisstruktur möglichst an unsere internen Kosten angleichen.

Viele Kunden fragen nach ermäßigten Einrichtungsgebühren, aber jede Form der Gebührensenkung bedeutet, dass die monatlichen Gebühren angepasst werden müssten um dies wieder auszugleichen. Sobald wir also reduzierte Einrichtungsgebühren anbieten, müssen wir automatisch höhere monatliche Preise verlangen.

Dies sind strategische Entscheidungen, die unsere Geschäftsprozesse schnell, unkompliziert und schließlich auch effizient machen. Wir brauchen so nicht Zeit darauf verwenden, mit Kunden zu verhandeln oder Kunden von unseren Sonderangeboten zu überzeugen. Kunden brauchen sich nicht fragen ob ein Angebot gut genug ist, weil jedes Angebot das beste ist, das wir machen können.

Flexi-Pack

Einige Kunden benötigen Server mit Spezialkonfigurationen. Hardware (oder Subnetze) zu einem Server hinzuzufügen bedeutet, dass der Server nicht mehr automatisch installiert und gekündigt werden kann, weil zusätzliche Eingriffe unserer Techniker erforderlich sind.

Unsere Mitbewerber gehen hier oft einen von zwei Wegen: Manche (oftmals kleinere Mitbewerber) bieten hohe Flexibilität, können aber oft preislich nicht mithalten. Der Grund sind oft die geringen Mengen und die wenig automatisierten Prozesse. Andere (oftmals größere Mitbewerber) bieten gar keine Flexibilität an. Sie haben wunderbar automatisierte Vorgänge und gute Preise, aber dafür keinerlei Flexibilität mehr.

Wir haben nach einer Lösung für dieses Problem gesucht und so entstand unser Flexi-Pack, durch das wir mit beiden Arten der oben genannten Mitbewerber konkurrieren können. Wir können attraktive Preise für Standardprodukte anbieten und große Flexibilität gegen eine Zusatzgebühr.

Der Hauptgrund für die Zusatzgebühr des Flexi-Packs ist, dass der Server nicht mehr in unsere automatisierten Vorgänge passt. Viele Schritte, die auf Standardservern vollautomatisch bearbeitet werden, müssen bei Spezialservern von Hand erledigt werden.

Manch einer mag denken, dass es kaum einen Unterschied macht ob man einen Standardserver betreut oder einen Spezialserver, beispielsweise mit einer zusätzlichen Netzwerkkarte. Dem könnte man fast zustimmen. Wenn man jedoch ein ganzes Rechenzentrum betrachtet und nicht nur ein Einzelgerät, dann muss man folgendes bedenken: Wenn man ein Rechenzentrum mit 20.000 Servern betreut, in dem jeder Server ein Standardgerät ist, unterscheidet sich die Situation völlig von der eines Rechenzentrums mit 20.000 Servern, von denen jeder eine kundenspezifische Anpassung hat. Glauben Sie uns, der Unterschied für den Supportaufwand ist gewaltig.

Jeder Kunde hat die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten um die für sie oder ihn beste zu finden: - große Flexibilität bei kleineren Betreiber, aber mit höheren Kosten
- attraktive Preise bei großen Betreibern, aber ohne Flexibilität
- unsere hybride Preisstrategie als Versuch die Vorteile beider Ansätze zu vereinen

Fazit

Die Informationen auf dieser Seite geben Ihnen einen Einblick in unsere Preisstruktur und erklärt wie wir ein so gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten können.

Kunden müssen sich entscheiden ob unser Konzept ihren Anforderungen genügt. Wir sind uns bewusst, dass wir nicht 100% der Kundenwünsche erfüllen können und ehrlich gesagt versuchen wir das auch gar nicht. Wir versuchen rund 95% der Anforderungen abzudecken und dies möglichst zuverlässig und effizient. Sollten Sie sich unsicher sein, testen Sie unsere Dienste einfach. Wir haben monatliche Kündigungsfristen, das heißt wenn Sie unzufrieden sein sollten, können Sie jederzeit einfach wechseln.



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