Hetzner - DokuWiki

Dell-PowerEdge-Quickstart-Guide

Inhaltsverzeichnis

Dell PowerEdge Guide

Wie installiere ich ein Betriebssystem?

Da die Dell Server nach den eigenen Wünschen angepasst werden können, bieten wir diese nicht mit vorinstalliertem Betriebssystem an, da wir nicht wissen, welche RAID- und Festplatten-Konfiguration der Kunde möchte. Deshalb werden die Dell Server mit dem Hetzner Rescue-System ausgeliefert.

Wenn der Server dann online ist, können Sie nach der ersten RAID-Konfiguration eines der unterstützten Betriebssysteme automatisiert über den Robot oder manuell über installimage installieren. Alternativ können Sie auch eine ISO-Datei einbinden und so per KVM ein Betriebssystem installieren.

Welche Betriebssysteme werden unterstützt?

  • CentOS 6.4 und folgende
  • Debian GNU/Linux 7 (nicht R530)
  • Debian GNU/Linux 8 und folgende
  • Ubuntu 12.04 LTS und folgende
  • OpenSuSE 12.3 und folgende
  • Fedora 19 und folgende (nur via VNC)
  • Windows Server 2012 / 2012 R2
  • Windows Server 2016

Für Debian GNU/Linux, CentOS und Ubuntu besteht darüber hinaus die Möglichkeit OMSA zu nutzen. Dazu geben Sie bei der Installation per Installimage einfach folgenden Befehl ein:

installimage -z OMSA

Natürlich können Sie OMSA auch später noch über die Paketverwaltung Ihres Systems installieren. Für Windows Server sind über die Dell Webseite entsprechende Installationspakete erhältlich.

nicht unterstützte Betriebssysteme

  • Debian GNU/Linux 6.0.7 - Aufgrund eines Bugs im Intel-Netzwerkkartentreiber werden die MAC-Adressen nicht korrekt erkannt und zugeordnet. Der Betrieb mit einem alternativen Kernel (z.B. aus den backports) oder nach Aktualisierung des Treibers ist in Eigenregie möglich.
  • Windows Server 2008 R2 - Aufgrund der Beschränkungen der Windows Web und Standard Editionen auf maximal 32 GB RAM wird dieses Betriebssystem nicht angeboten.
  • VMware vSphere/ESXi - die Installation ist ab 5.1 direkt unverändert möglich, wird aber nicht von Hetzer unterstützt

Was ist die iDRAC?

Die iDRAC (integrierter Dell Remote Access Controller) ist ein integriertes Werkzeug, mit dem Sie eine Vielzahl von Konfigurations- und Wartungsarbeiten aus der Ferne durchführen können. Wenn Sie sich auf der iDRAC anmelden, können Sie viele Probleme direkt selbst beheben und sind nicht auf Support-Mitarbeiter angewiesen.

Wie greife ich auf die iDRAC zu?

In der Fertigstellungsmail finden Sie zwei IP-Adressen, einmal für den Server selbst und einmal für die iDRAC. Im gleichen Abschnitt finden Sie auch die iDRAC-Zugangsdaten, die sich von denen des Servers unterscheiden.

Geben Sie einfach die iDRAC-IP in die Adresszeile Ihres Browsers ein und bestätigen Sie die eventuell auftretende Sicherheitswarnung. Anschließend landen Sie auf einem Webinterface, bei dem Sie sich mit den iDRAC-Zugangsdaten anmelden.

iDRAC-Anmeldebildschirm


Danach können Sie z.B. die KVM-Funktion nutzen, den Server ein- oder ausschalten, eine ISO-Datei für die Installation einbinden und Hardware-Probleme diagnostizieren.

Wie ändere ich das iDRAC-Kennwort?

Melden Sie sich zunächst auf der iDRAC an und wählen Sie links im Menü unter iDRAC Einstellungen den Punkt Benutzer-Authentifizierung. Jetzt klicken Sie auf die Benutzer-ID des Benutzers, dessen Kennwort Sie ändern möchten (z.B. root, ID 2).

1. Schritt Kennwort ändern


Auf der neuen Seite wählen Sie Benutzer konfigurieren und klicken auf Weiter.

2. Schritt Kennwort ändern


Auf der Seite, die nun erscheint, setzen Sie den Haken bei Kennwort ändern, geben in die Felder darunter zweimal das gleiche, neue Kennwort ein und klicken unten rechts auf der Seite auf Anwenden.

3. Schritt Kennwort ändern


Wo finde ich meine Festplatten?

Wenn Sie Ihren Dell PowerEdge-Server von uns erhalten, wird er in der Regel noch ohne RAID-Konfiguration ausgeliefert. Deshalb werden Ihnen keine logischen Laufwerke, sondern nur unkonfigurierte Festplatten angezeigt. Keine Panik, Ihre Platten sind also eingebaut. Bevor Sie ein Betriebssystem installieren, müssen Sie mindestens ein logisches Laufwerk anlegen, d.h. ein RAID konfigurieren.

Wie konfiguriere ich den RAID-Controller?

Für die Konfiguration des Controllers stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können beispielsweise mit der KVM-Funktion der iDRAC den Server neu starten und wenn Ihnen die entsprechende Meldung angezeigt wird, Strg-R drücken um ins klassische RAID-Controller-BIOS zu gelangen. Darüber hinaus gelangen Sie auch vom UEFI aus über Gerätekonfiguration (Device Settings) zu den RAID-Einstellungen.

Darüber hinaus steht Ihnen im Hetzner Rescue-System das bewährte megacli Kommandozeilen-Tool zur Verfügung. Hier ein einfaches Beispiel für eine Startkonfiguration:

  • Zunächst einmal müssen Sie sich überlegen in welcher Konfiguration Sie Ihre Festplatten betreiben wollen. Der Controller bietet Ihnen eine Vielzahl von RAID-Leveln und je nachdem, wie viele Festplatten Sie eingebaut haben, sind unterschiedliche RAID-Konfigurationen möglich. Im folgenden gehen wir davon aus, dass Sie ein RAID 1 über zwei Festplatten anlegen wollen. Bitte passen Sie die Beispiele je nach Ihren Bedürfnissen an. In den Boxen zu jedem Schritt finden Sie die Befehle, die Sie im Hetzner Rescue-System eingeben müssen.
  • Als erstes müssen Sie bestimmte Informationen über die Festplatten herausfinden:
megacli -PDList -aAll | egrep "Enclosure Device ID:|Slot Number:|Inquiry Data:|Error Count:|state"
  • Die Ausgabe sieht dann so ähnlich wie hier aus:
Enclosure Device ID: 32
Slot Number: 0
Media Error Count: 0
Other Error Count: 0
Firmware state: Online, Spun Up
Inquiry Data: ZX512545333TSQ50NS RAAA
Enclosure Device ID: 32
Slot Number: 1
Media Error Count: 0
Other Error Count: 0
Firmware state: Online, Spun Up
Inquiry Data: ZX512545001TSQ50NS RAA0
  • Von der Ausgabe notieren Sie sich bitte die Enclosure Device ID und die Slot Number der Platten, die Sie verwenden möchten.
  • Anschließend legen Sie mit folgendem Befehl das RAID an:
megacli -CfgLdAdd -r1 [32:0,32:1] WB RA Direct CachedBadBBU -a0
  • Hier geben Sie einfach bei -r den gewünschten RAID-Level an, also hier z.B. -r1 für RAID 1 oder -r5 für RAID 5. In eckigen Klammern geben Sie die Laufwerke an, die Sie in diesem RAID-Verbund nutzen wollen. Dabei sind die Einträge mit Kommas getrennt und jeder Eintrag ist nach dem Schema Enclosure Device ID:Slot Number gestaltet. In obigem Beispiel verwenden wir also die Platten mit Enclosure Device ID 32 und Slot Number 1 und 2. Bitte passen Sie dies entsprechend Ihrer Ausgabe von megacli an.
  • Nach dem Hinzufügen eines LogicalDrives startet die Initialisierung automatisch. Wenn man das LD im Betriebssystem jedoch nicht angezeigt bekommt, dann muss man die Initialisierung des LD mit "megacli -LDInit" oder im RAID-BIOS starten.

Ausführlichere Beispiele für Experten finden Sie unter LSI RAID Controller.

Kann ich die Festplatten auch ohne RAID nutzen?

In den Modellen auf Basis des Dell PowerEdge R730 (DX151 und DX291) und PowerEdge R530 (DX141) ist ein JBOD-fähiger Controller enthalten (PERC H730 bzw H330). Um statt einer RAID-Konfiguration die Platten direkt, also als JBOD anzusprechen, müssen Sie den JBOD Modus des Controllers aktivieren und das gewünschte Laufwerk als JBOD exportieren.

# Nur DX151/DX291 (PowerEdge R730) und DX141 (PowerEdge R530)
#
# JBOD im Controller aktivieren
megacli -AdpSetProp -EnableJBOD -1 -a0
# Laufwerk in Slot 0 als JBOD verfügbar machen
megacli -PDMakeJBOD -PhysDrv[32:0] -a0

Bei den Modellen auf Basis des Dell PowerEdge R720 (DX150 und DX290) müssen Sie einen kleinen Trick anwenden, weil der verbaute Controller eigentlich kein JBOD unterstützt. Um diese Einschränkung zu umgehen, können Sie aber alle Platten jeweils als einzelnes RAID 0 konfigurieren. Damit erreichen Sie quasi eine JBOD-Konfiguration. Nutzen Sie dazu folgenden Befehl im Hetzner Rescue-System.

megacli -CfgEachDskRaid0 WB RA Direct CachedBadBBU -a0

Was ist die KVM-Funktion und wie nutze ich sie?

Die KVM-Funktion, genauer gesagt die KVM-over-IP-Funktion ermöglicht es Ihnen, den Server so über ein Netzwerk zu verwenden als säßen Sie direkt vor dem Gerät mit direkt angeschlossener Maus, Tastatur und Bildschirm. Wenn Sie sich an der iDRAC anmelden, sehen Sie im rechten Drittel des Bildschirms eine Vorschau der aktuellen Bildschirmausgabe des Servers.

iDRAC Übersicht


Wenn rechts daneben auf Starten klicken und die Anfragen bestätigen, kommen Sie zu einer Live-Verbindung und können den Server wie jeden anderen Rechner auch bedienen. Für Spezialfunktionen wie einen Neustart oder um bestimmte Tastenkombinationen zu senden (z.B. Strg-Alt-Entf), verwenden Sie das Menü Makros in diesem KVM-Fenster.

KVM-Fenster


Wie schalte ich meinen Server aus bzw. ein/Wie führe ich einen Neustart durch?

Entweder Sie nutzen die Schnellstart-Tasks in der Übersicht der iDRAC oder Sie nutzen das Menü Strom des KVM-Fensters.

Wie kann ich eine ISO-Datei einbinden?

Dazu wählen Sie die Option Virtueller Datenträger im KVM-Fenster und dann Virtuellen Datenträger starten. Wenn Sie die Anfragen bestätigen, erscheint ein weiteres Fenster, in dem Sie direkt lokale Laufwerke auswählen und einbinden können oder Sie klicken auf Image hinzufügen und wählen die ISO-Datei aus. Anschließend setzen Sie im linken Teil des Fensters neben dem entsprechenden ISO-Image den Haken bei Zugeordnet, um das Image als virtuelles Laufwerk für den Server verfügbar zu machen.

Image einbinden


Wenn Sie nun den Server neu starten, können Sie von diesem Image starten wie von einem normalen Laufwerk. Dazu drücken Sie bitte F11 um ein Bootmenü aufzurufen wenn die entsprechende Meldung dazu angezeigt wird. Noch einfacher geht es, wenn Sie vor dem Neustart im Menü Nächster Start des KVM-Fensters den Eintrag Virtuelle CD/DVD/ISO auswählen.

Wie kann ich Betriebssystemimages vom Hetzner-Mirror oder der Storage Box einbinden?

Um unsere Kunden die Installation von Windows oder VMware ESXi zu erleichtern, stellen wir eine große Anzahl an Images dieser Betriebssysteme zur Verfügung.

Die Images, die wir anbieten, finden Sie auf zwei unserer Mirrors:

  • http://download.hetzner.de/ ist von überall erreichbar und benötigt daher Benutzername und Passwort. Diese Informationen finden Sie am Ende Ihrer Fertigstellungsmail des Servers.
  • http://mirror.hetzner.de/ ist nur über das Hetzner Netzwerk erreichbar und braucht daher keine Zugangsdaten.

Die folgenden Bilder beziehen sich auf den internen Mirror, zudem ist ein Link zum externen Mirror mit angegeben. Dieser Link kann zum Überprüfen auf den richtigen Dateinamen des Betriebssystem Image verwendet werden.

Windows

Die Windows Images, die wir anbieten, finden Sie unter: http://download.hetzner.de/bootimages/windows/.

Diese Windows Images sind direkt von Microsoft und besitzen keine Anpassungen unsererseits. Diese Images beinhalten keine Lizenz. Während der Installation können Sie Ihren eigenen Lizenz-Key eingeben.

Mounting a Windows ISO File via the iDRAC


  • Die Image Datei mit dem Dateinamen können Sie direkt von unserem Mirror kopieren.
    • Beispiel: //mirror.hetzner.de/windows/SW_DVD9_Win_Svr_STD_Core_and_DataCtr_Core_2016_64Bit_German_-2_MLF_X21-22827.ISO
  • Das Benutzername- und Passwort-Feld, sowie das Domänenname-Feld können leer gelassen werden.
  • Die iDRAC sollte Ihnen nun unter „Verbindungsstatus“ den Wert „Verbunden“ anzeigen.
  • Ab jetzt sollten Sie mittels des Java Applets die nächste Start-Option auf „virtuellen CD/DVD/ISO“ setzen können. Alternativ können Sie auch über das Boot Menü (F11) den entsprechenden Eintrag auswählen.


VMware ESXi

Das VMware Image können Sie unter http://download.hetzner.de/bootimages/vmware/ finden.

Das VMware Image kann auf den selben Weg eingebunden werden wie ein Windows Image (Siehe oben)

  • Der Freigabename im obigen Beispiel „windows“ muss nun „vmware“ heißen.
    • Beispiel: //mirror.hetzner.de/vmware/Vmware-Vmvisor-Installer-6.5.0-4564106.x86_64.iso

Nutzer der Storage Box

Unsere Storage Box Produkte sind, sofern eingeschaltet über SAMBA/CIFS erreichbar. Sie können also auf der Storage Box ein Image ablegen, das dann über die iDRAC eingebunden werden kann.

Mounting a ISO File via the iDRAC using the Storage Box
  • <username> ist Ihr Benutzername der Storage Box.
  • <file_name> ist der Dateiname der ISO-Datei.
    • Falls Sie die ISO-Datei in einem Unterordner platziert haben, dann geben Sie diesen bitte vor dem Dateinamen an.
      • Zum Beispiel: <username>.your-storagebox.de/backup/installimages/<file_name>
  • Das Passwort ist das, das Sie für die Storage Box eingerichtet haben.

OS Deployment über den LCC (Lifecycle Controller)

Ihr DELL Server verfügt über eine „OS Deployment“ Funktion, welche in den Lifecycle Controller Ihres Servers integriert ist. Diese stellt die nötigen Treiber für das zu installierende Betriebssystem bereit und begleitet Sie mittels grafischen Assistenten durch das erstellen eines RAID-Arrays, falls noch keines erstellt wurde.

Bitte beachten Sie, dass DELL nur zertifizierte Betriebssysteme über diese Funktion unterstützt. Diese können von Modell zu Modell variieren. Eine Übersicht für Ihr Produkt erhalten Sie auf folgender Webseite von DELL.

R720 (DX150/DX290):

R530 (DX141):

R730 (DX151/DX291:

Sollten Sie die „OS Deployment“ Funktionalität nutzen möchten, müssen Sie zunächst ein Image Ihrer Wahl über unseren Mirror oder Ihre Storage Box einbinden. Anschließend müssen Sie den Server neustarten und mittels „F10“ im BIOS-Post in den LCC starten. Im folgenden Beispiel wird aufgezeigt, wie die „OS Deployment“ Funktion mit Windows Server 2016 verwendet wird.

LCC Deploy
  • Klicken Sie, sobald der Server sich im LCC „Lifecycle Controller“ befindet in der Auswahl links auf „OS Deployment“ und anschließend auf „Deploy OS“
O/S Deploy Step 1
  • Sollte bis jetzt noch kein RAID konfiguriert sein, können Sie dies nun ebenfalls mithilfe des OS Deploys durchführen. Sollte bereits ein RAID vorhanden sein, wählen Sie bitte „Go Directly to OS Deployment“
O/S Deploy Step 2
  • Wählen Sie im nächsten Schritt aus, ob Sie das Betriebssystem im BIOS oder UEFI Boot Mode installieren möchten. Anschließend wählen Sie das zu installierende Betriebssystem im Dropdown aus.
  • Klicken Sie nun auf „Next“ und der Server wird die zur Installation benötigten Treiber zusammenstellen.
O/S Deploy Step 3
  • Wählen Sie im dritten Schritt nun „Manual Install“ aus. Der DELL Server wird nun das Betriebssystem Image validieren.
O/S Deploy Step 4
  • Im vierten Schritt klicken Sie einfach auf „Next“, da das Image bereits zuvor eingebunden wurde.
O/S Deploy Step 5
  • Im fünften und letzten Schritt wird Ihnen eine Übersicht mit den gewählten Einstellungen aufgezeigt. Klicken Sie auf „Finish“, wenn diese korrekt sind. Der Server wird nun neustarten und den Setup von Windows starten.
O/S Drivers
  • Sofern nach der Installation noch Treiber fehlen, haben Sie ein Laufwerk zur Verfügung, wo Treiber für das Betriebssystem bereitliegen. Dieses wird vom Server automatisch als „OEMDRV“ benannt.

Wie kann ich Hardwareprobleme eingrenzen?

In der Übersicht der iDRAC finden Sie unter Server-Funktionszustand eine allgemeine Übersicht der verschiedenen Baugruppen Ihres Servers. Ist links neben der Baugruppe ein grüner Haken, ist alles in Ordnung. Wenn Sie Details zu einer Baugruppe oder einem eventuell angezeigten Fehler erfahren möchten, klicken Sie einfach auf den Namen der Baugruppe (z.B. Lüfter). Wenn Sie einen Fehler entdecken, können Sie entweder im technischen Handbuch nachsehen ob es ein ernsteres Problem ist oder wenn Sie den Hetzner-Support per Robot kontaktieren, können Sie bereits angeben welchen Fehler der Server ausgibt.

Was ist die Dell Open Manage System Administrator Suite (OMSA)?

OMSA bietet Ihnen die Möglichkeit direkt vom Betriebssystem bestimmte Hardware-Konfigurationen vorzunehmen und das System zu überwachen. Nähere Informationen dazu finden Sie bei Dell und unter linux.dell.com.

Wie kann ich die Hardware-Überwachung nutzen?

Der iDRAC bietet unabhängig vom Betriebsystem umfangreiches Monitoring aller Systemkomponenten.

Um die Benachrichtigungsfunktionen zu nutzen, muß in der Netzwerkkonfiguration der iDRAC ein DNS Name und eine DNS-Domain konfiguriert werden. Gehen Sie dazu in der Weboberfläche zum Menüpunkt Netzwerk unter iDRAC Einstellungen. Tragen Sie hier unter Statischer DNS-Domänenname eine von Ihnen verwaltete Domain ein. Beispiel:

  • DNS DRAC Name: idrac-hetzner-r720
  • Statischer DNS-Domänenname: example.com

Das System wird nun E-Mails mit der Absendeadresse <idrac-hetzner-r720@example.com> verschicken.

Nun können Sie über den Menüpunkt Warnungen -> SNMP- und E-Mail-Einstellungen eine oder mehrere Ziel-E-Mail-Adressen sowie einen SMTP-Server konfigurieren.

Hier können Sie unter E-Mail-Alarm 1 bis E-Mail-Alarm 4 entsprechende Adressen eintragen, die über Systemereignisse informiert werden sollen.

Hinterlegen Sie unter SMTP (E-Mail)-Server-Adresseneinstellungen den entsprechenden SMTP Server.

Anschließend können Sie mit Klick auf den Senden-Button eine Test-E-Mail an die gewünschte Adresse schicken. Falls die E-Mail z.B. aufgrund von Greylisting temporär nicht zugestellt werden kann, erhalten Sie eine Fehlermeldung. Die E-Mail wird aber für eine spätere Zustellung zwischengespeichert.

Wie sichere ich die iDRAC ab?

Um die iDRAC über die Kennwortänderung hinaus vor unberechtigten Zugriffen zu schützen, ist es möglich den Zugriff auf eine IP-Adresse oder einen IP-Adressbereich zu beschränken.

Gehen Sie dazu in der Weboberfläche zum Menüpunkt Netzwerk unter iDRAC Einstellungen. Klicken Sie nun auf den Link Erweiterte Einstellungen. Hier können Sie eine Adresse und eine Netzmaske angeben, von der der Zugriff erlaubt ist. Für eine einzelne IP-Adresse tragen Sie 255.255.255.254 als Netzmaske ein (255.255.255.255 wird von der iDRAC nicht unterstützt). Für die Freigabe von eines IP-Adressbereichs muss eine entsprechende Netzmaske angegeben werden, die alle IP-Adressen einschließt.

Der Zugang auf die iDRAC per SSH ist bei Hetzner-Systemen im Auslieferungszustand deaktiviert, kann aber von Ihnen bei Bedarf eingeschaltet werden.

Welche Möglichkeiten habe ich bei der Speicherkonfiguration?

Der Dell PowerEdge bietet mehrere Konfigurationsmöglichkeiten des Hauptspeichers, um das System für verschiedene Einsatzzwecke und Anforderungen zu konfigurieren. In der optimierten Standardkonfiguration steht Ihnen die volle Kapazität und Leistungfähigkeit zur Verfügung. Durch den ECC-Standard können Einzelbit-Fehler korrigiert und Mulit-Bit-Fehler erkannt werden. Für noch höhere Anforderungen sind darüber hinaus folgende Konfigurationen möglich:

  • Mirroring/Spiegelung - der Speicherinhalt wird redundant vorgehalten. Für höchste Sicherheit steht nur die halbe Speicherkapazität zur Verfügung.
  • Advanced ECC - Zusätzliche Fehlerkorrekturfunktion durch aufwändigere Prüfung bei Speicherzugriffen. Die Speicherkapazität ist um 33% reduziert. Hohe Leistung, jedoch geringer als bei optimierter Konfiguration.
  • Sparing - Eine Speicherbank wird als Reserve vorgehalten. Eine defekte Speicherbank kann so im laufenden Betrieb auf die Ersatzbank umgeschaltet werden. Die Speicherkapazität ist um 33% bis 50% reduziert

Welche Hardware-Konfigurationen werden angeboten?

Die aktuellen Dell-Angebote finden Sie auf unserer Webseite.

Welcher RAID-Controller ist verbaut?

Die integrierten PERC sind leistungsstarke Enterprise RAID-Controller.

  • DX151/DX291: PERC H730 mit 1GB Cache (LSI SAS 3108)
  • DX150/DX290: PERC H710 mit 512MB Cache (LSI SAS 2208)
  • DX141: PERC H330 (LSI SAS 3008)

Der Cache der Modelle H710 und H730 ist per Flashspeicher geschützt und bietet erhöhte Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit.

Welche RAID-Level werden unterstützt?

  • DX151/DX291 mit PERC H730: JBOD, 0, 1, 5, 6, 10, 50, 60
  • DX150/DX290 mit PERC H710: 0, 1, 5, 6, 10, 50, 60
  • DX141 mit PERC H330: JBOD, 0, 1, 5, 10, 50

Wo finde ich weiterführende Informationen?

Dell PowerEdge R720

Bei Dell finden Sie das Benutzerhandbuch zum Server (PDF) sowie das technische Handbuch (PDF, englisch).

Dell PowerEdge R730

Bei Dell finden Sie das Benutzerhandbuch zum Server (PDF).

Dell PowerEdge R530

Bei Dell finden Sie das Benutzerhandbuch zum Server (PDF).

Support

Um Support-Anfragen so schnell und effizient wie möglich zu bearbeiten, senden Sie bitte Ihre Anfrage direkt über die Administrationsoberfläche Robot.

Unser Ziel ist es, Ihre Anfragen bei technischen Angelegenheiten
innerhalb von zwei Stunden zu bearbeiten.

Bitte beachten Sie, dass diese Aussage nicht verbindlich ist und somit
keinen Vertragsbestandteil darstellt. Sie beruht lediglich auf
Erfahrungswerten, die wir bemüht sind aufrechtzuerhalten.

Um uns telefonisch zu kontaktieren, sehen Sie bitte auf unserer Webseite nach der entsprechenden Nummer: hetzner.de

Bei direkter Kontaktaufnahme zu unseren Technikern im RZ (24/7), ist ein Telefon-Passwort erforderlich um Änderungen an dem Server vornehmen zu können.

Die FAQ für unsere dedizierten Root Server finden Sie hier: Dedizierte Server FAQ




© 2017. Hetzner Online GmbH. Alle Rechte vorbehalten.