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Zusaetzliche IP-Adressen

Inhaltsverzeichnis

Nutzbare IP-Adressen

Zusätzliches Subnetz

Neu vergebene Subnetze werden auf die Haupt-IP des Servers geroutet, deshalb wird kein Gateway für die zusätzlichen IP-Adressen benötigt. Daher sind alle IP-Adressen ausser der Netzwerk-Adresse (erste) und Broadcast-Adresse (letzte) nutzbar. Der Router belegt keine IP-Adresse des Subnetzes.

Beispiel: Sie haben ein Subnetz 88.1.1.80/255.255.255.248:

Netzwerk:  88.1.1.80
Broadcast: 88.1.1.87
Nutzbare Adressen: 88.1.1.81 - 88.1.1.86

Diese Adressen können als zusätzliche IPs genutzt werden.

Zusatz-IPs (EQ-Modelle)

Bei den EQ-Modellen können bis zu drei zusätzliche IPs kostenlos bestellt werden. Diese liegen im gleichen Subnetz wie die Haupt-IP des Servers. Es gibt also keinen "Verschnitt".

Beispiel: Sie haben die Haupt-IP 188.40.1.2 und die zusätzlichen IPs 188.40.1.40 und 188.40.1.41:

Netzwerk:  188.40.1.0
Netzmaske: 255.255.255.192
Broadcast: 188.40.1.63

Da die Zusatz-IPs auf die MAC der Haupt-IP "geroutet" werden, können die IP-Adressen entweder als weitere Adresse auf der physischen Netzwerkschnittstelle (in der Regel eth0) angelegt oder müssen intern weitergeroutet werden. Beispiel:

ip addr add 188.40.1.40/255.255.255.192 dev eth0

Probleme bei Virtualisierungen

Bei dieser Art der IP/Subnetz-Allokierung ist es leider nicht möglich ein "Bridged"-Setup zu verwenden, da hierbei mehrere MAC-Adressen auftreten.
vServer(linux-virtualserver, Xen, vmware, etc) müssen ein sogenanntes "Routed"-Setup verwenden. Bei einem zusätzlichen Subnetz hat das Host-System bzw. die dom0 eine IP des zusätzlichen Subnetzes konfiguriert und dient für die vServer als Gateway.
Die (zusätzliche) IP des Host-Systems muss also in den vServern in jedem Fall als Gateway konfiguriert werden.
Eine Ausnahme bildet hier "openvz", welches ohne ein Gateway auskommt.
Auf dem Hostsystem bzw. der dom0 muss "ip_forward" bei jeder Virtualisierungsart aktiviert werden:

sysctl -w net.ipv4.ip_forward=1
sysctl -w net.ipv6.conf.all.forwarding=1

Dies aktiviert ip_forward bis zum nächsten Reboot des Systems. Um es beim Bootvorgang automatisch zu setzen muss ein Eintrag in /etc/sysctl.conf vorgenommen werden:

net.ipv4.ip_forward=1
net.ipv6.conf.all.forwarding=1


Für XEN muss zusätzlich proxy_arp aktiviert werden damit die domU-Server das Netzwerk starten können:

net.ipv4.conf.default.proxy_arp=1

Einrichten unter verschiedenen Distributionen

Zusätzliche IP-Adressen Debian
9 IP Adressen benutzbar mit Ubuntu / debian unter Xen
Zusätzliche IP-Adressen Gentoo
Zusätzliche IP-Adressen Suse
Zusätzliche IP-Adressen Fedora RedHat CentOS
Umstellung Debian Etch mit XEN 3 auf routed


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