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Xen auf Ubuntu Drapper

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Xen auf Ubuntu Dapper mit Zusatz-IPs

Hier ist ein kurzer Überblick einer Installation von Xen. Es war meine erste Xen-Installation, und es hat etwa 4 Stunden gedauert (inklusive Cybercafé-Wechsel wegen Stromausfalls und Netzunterbruch. Dies ist Tschad ;). Dieser Artikel zeigt die zwei, drei wichtigsten Punkte, wie ihr einen Xen-Dom0 und die DomUs installieren könnt.

Falls irgendwas in der Xen-Terminologie nicht stimmt, sorry. Wie gesagt, ist meine erste Xen-Installation, aber es funktioniert wie versprochen (wenn man weiss, wie...)

Das ganze wurde auf einen vorinstalliertem Ubuntu-dapper ausprobiert und funktioniert prächtig mit den 5 zusätzlichen IPs: 1 IP für die Dom0 und je 1 IP für die DomUs.

Installation des Dom0

Angenommen, das Ubuntu ist installiert, und alles funktioniert gut, muss zuerst das Netzwerk ein bisschen angepasst werden. Die Zusatz-IPs sollten noch nicht installiert sein! Dafür muss man eine Zeile in /etc/network/interfaces angepasst werden. Die Zusatz-Route verwirrt nämlich das Xen-Script und sollte deshalb ausgeklammert werden. Danach sollte /etc/network/interfaces etwa so aussehen:

### Hetzner Online autoconfig
# Loopback device:
auto lo
iface lo inet loopback
# device: eth0
auto eth0
iface eth0 inet static
address ##
broadcast ##
netmask 255.255.255.224
gateway ##

Nun kann man das interface eth0 neu starten:

ifdown eth0; ifup eth0

Jetzt ist alles parat, um den interessanten Schritt zu tun, nämlich Xen zu installieren. Falls ihr jung und voll Tatendrang seid, könnt ihr das mit den obengenannten Links step-by-step tun. Falls ihr wie ich langsam in die Jahre kommt, und einfach nur ein laufendes Xen haben wollt, so könnt ihr ein Script herunterladen, und es ausführen:

wget http://mln.sourceforge.net/files/xenify_0.2.sh
. xenify_0.2.sh

Das war's schon! Jetzt ein Reboot, ein kurzes Gebet (oder einen Ausflug in das Rescuesystem) und der Dom0 sollte laufen.

Eine DomU

Da bei Hetzner 5 zusätzliche IPs gespendet werden (müssen zwar angefordert werden, aber das geht schnell), kann man auf die Schnelle 5 zusätzliche DomUs mit je einer eigenen IP-Adresse erstellen. Dazu ist ein bisschen Grundwissen nötig: Will man LVM einsetzen (meines Erachtens sehr praktisch), welche Distribution, etc. Jeder, der schon einmal ein Linux-System mit "debootstrap" installiert hat, sollte das hinkriegen.

Im Dokument Xen on Ubuntu Install findet Ihr eine genauere Anleitung. Der interessante Teil beginnt in der Mitte (Further Tasks), und für das Hetzner-Setup genügt es, die Datei /etc/network/interfaces in der DomU anzupassen:

auto lo
iface lo inet loopback
auto eth0
iface eth0 inet static
address #.76
broadcast #.79
netmask 255.255.255.248
gateway #.73

Und schon kann man den ganzen Traffic in eine DomU umleiten!

Fazit

Das war's schon. Xen scheint einfach und mächtig zu sein. Der einzige Schritt, der mich gut 2 Stunden gekostet hat, war die Zusatz-Route, die das Xen-Script durcheinanderbrachte. Und einen Tag grübeln zum feststellen, dass man nichts zusätzliches machen muss, damit die DomUs das Netzwerk benutzen können...

Dazu kommt jetzt natürlich das ganze Xen-managing: wieviel RAM an welche DomU, wie kann man die Konsole einer DomU ansprechen, usw. Aber das steht in den obengenannten Artikeln und muss ich auch zuerst lernen!



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