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VKVM

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Was ist das vKVM-Rescue-System?

Vkvm.png

Das vKVM-Rescue-System erlaubt ihnen, das auf der Festplatte Ihres Servers installierte Betriebssystem in einer virtuellen Maschine zu starten und so z.B. Boot-Probleme oder Firewall-Einstellungen zu korrigieren, für die Sie üblicherweise eine LARA-Konsole benötigen würden.

Zur Virtualisierung wird KVM eingesetzt. SATA- und IDE-Platten werden entsprechend an das Gastsystem durchgereicht. Auch auf das Netzwerk kann direkt zugegriffen werden (die VM erhält hierbei diegleiche MAC-Adresse wie die physikalische Netzwerkkarte, d.h. DHCP und Rescue-System funktionieren auch in vKVM einwandfrei).

Folgende Ports können im vKVM-Modus durch das Gastsystem nicht verwendet werden (eingehende Pakete erreichen den Gast nicht):

47772 SSH
47773 Web-Schnittstelle (SSL)
47774 VNC (SSL)


Wie startet man das Rescue-System?

Um das vKVM-Rescue-System nutzen zu können, müssen Sie es zunächst über Ihren Robot-Account (https://robot.your-server.de/) im Menü Server -> Rescue aktivieren (Auswahl von 'vkvm' im der Betriebssystem-Dropdown). Hierbei wird Ihnen eine URL und ein Benutzername/Passwort angezeigt, über die Sie auf die vKVM-Webseite zugreifen können. Achten Sie darauf, dass in Ihrem Browser Java aktiviert sein muss.

Die vKVM-Schnittstelle bietet neben der grundsätzlichen Möglichkeit, die Bildschirmausgabe zu verfolgen und Tastatur- und Mauseingabe an die VM weiterzuleiten, zusätzlich folgende Funktionen an:

Refresh Aktualisiert die Bildschirmausgabe
Send Ctrl-Alt-Del Sendet die Tastenkombination "Strg-Alt-Entf" an die virtuelle Maschine
Send HW Reset Resettet die virtuelle Maschine


Standardmäßig versucht vKVM per PXE zu booten. So können Sie beispielsweise das Linux-Rescue-System in vKVM starten. Um stattdessen von der Festplatte zu booten, drücken Sie "Q", wenn Sie gefragt werden, ob per PXE gebootet werden soll:

Boot from (N)etwork or (Q)uit?

Um den vKVM-Modus zu verlassen und den Server wieder direkt von der Festplatte zu booten, sollten Sie zunächst Ihre VM mit "Send Ctrl-Alt-Del" neustarten (um eine Beschädigung des Dateisystems zu vermeiden) und den Server anschließend über den Robot resetten (per Strg-Alt-Entf).

Einschränkungen

Aufgrund der Tatsache, dass bei vKVM der Server in einer virtuellen Maschine gestartet wird, die andere Hardwarekomponenten zur Verfügung stellt als das physikalisch vorhandene System, kann es bei einzelnen Betriebssystemen zu Einschränkung der Nutzbarkeit von vKVM kommen.

Folgende Einschränkungen sind bisher bekannt:

Linux

Da SATA-Platten in vKVM als SCSI-Geräte erscheinen, muss der verwendete Kernel passende Module für den SCSI-Controller (LSI Logic / Symbios 53c895a) bereitstellen.

Bei den Distributionskerneln ist dies der Fall. Selbstkompilierte Kernel bieten jedoch je nach Konfiguration nicht das notwendige Kernelmodul.

Windows

vKVM erkennt automatisch Windows-Installationen und reicht SATA-Platten in diesem Fall als IDE-Geräte durch, da der SCSI-Controller von Windows nicht problemlos verwendet werden kann.

Da bei Windows standardmäßig die IDE-Treiber deaktiviert werden, sofern keine IDE-Platten bei der Installation vorhanden waren, muss dieser zunächst wieder nach folgender Anleitung aktiviert werden: Microsoft Suppport Seite

Beachten Sie bitte weiterhin, dass sich die emulierte Hardware grundlegend von der physikalisch vorhandenen Hardware unterscheidet. Dies kann je nach verwendeten Lizenzschlüssel eine Neu-Aktivierung von Windows erfordern.

Unter Windows ist es zudem nicht möglich, die Netzwerkeinstellungen der physikalischen Netzwerkkarte zu bearbeiten, da die entsprechende Netzwerkverbindung nicht in der Systemsteuerung angezeigt wird.

OpenSolaris, ESXi, Citrix XenServer

Wird momentan nicht unterstützt.

3ware-Controller

Konfigurierte Units werden als SCSI-Geräte an die VM durchgereicht. Es besteht in der VM keine Möglichkeit mit dem 3ware-Client "tw_cli" auf den Controller zuzugreifen. Verwenden Sie hierfür stattdessen das normale Hetzner-Rescue-System.

Netzwerk

Bei Servern mit mehr als einer Netzwerkkarte wird generell nur eine Netzwerkkarte an die VM durchgereicht. Pakete, die bei der zweiten Netzwerkkarte ankommen, werden stets an die erste Netzwerkkarte in der VM weitergeleitet. Ausgehende Pakete werden immer über die erste physikalische Netzwerkkarte versendet.

Intel VT bzw. AMD-V

Die Virtualisierungsfeatures bestimmter CPUs werden nicht an die VM durchgereicht. Server mit CPUs, die Intel VT bzw. AMD-V nicht unterstützen, werden zudem sehr langsam im vKVM-Modus laufen.

32-bit CPUs

32-bit CPUs werden nicht unterstützt.

Schwarzer Bildschirm

Unter Ubuntu 10.04 (und ggf. höher) muss zur Nutzung der vKVM das vga16fb-Modul deaktiviert werden, da ansonsten kurz nach dem Start lediglich ein schwarzer Bildschirm angezeigt wird.

Ergänzen Sie zu diesem Zweck die Datei /etc/modprobe.d/blacklist-framebuffer.conf um eine Zeile:

blacklist vga16fb


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