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Suse Update auf 10.1 (Remote)
Das Update oder die Neuinstallation von openSUSE 10.1 entspricht weitgehend der Vorgehensweise bei Suse 9.2 (Suse_Update_auf_9.2_von_Remote_aus). Lediglich einige kleinere Unterschiede sind zu beachten.
Aufgrund der recht starken Änderungen am Paketmanagement von openSUSE 10.1 würde ich eher zu einer Neuinstallation als zu einem Update raten, insbesondere wenn noch eine 9.x zum Einsatz kommt. Das alte System kann vorher in einem Tarball gesichert und später auf ein EXT2-Dateisystemiage entpackt und unter Xen verwendet werden -- Rootserver mit mehreren IP-Adressen vorausgesetzt! Das erlaubt die Anpassung von Web-Anwendungen auf die neue Umgebung (PHP 5.1.x, Apache 2.2, MySQL 5).
1. Sie benötigen Kernel (linux) und (initrd) der Installations-CD
für i386: [1]
für AMD64: [2]
2. Kopieren Sie beide Dateien in das Boot-Verzeichnis (/boot)
Benennen Sie beide so um, dass keine Konflikte auftreten. Dies ist insbesondere bei Updates wichtig. Auf dem Testsystem stellten wir "install101-" vorne an:
/boot/install101-linux /boot/install101-initrd
3. Passen Sie die Bootloader-Konfiguration an
Falls Sie GRUB verwenden
Auf dem Testsystem hängten wir an die "/boot/grub/menu.lst" den folgenden Abschnitt an:
title openSUSE 10.1 Install
kernel (hd0,1)/boot/install101-linux splash=silent showopts
lang=de vga=normal vnc=1 vncpassword=geheim
install=http://ftp.gwdg.de/linux/suse/opensuse/distribution/SL-10.1/inst-source
hostip=213.239.217.234/27 gateway=213.239.217.225
nameserver=213.133.98.96
initrd (hd0,1)/boot/install101-initrd
Die eingerückten Zeilen gehören zur Kernelzeile.
Falls Sie LILO verwenden
image = /boot/install101-linux
label = install101
append = "splash=silent showopts
vnc=1
vncpassword=geheim
install=http://ftp.gwdg.de/linux/suse/opensuse/distribution/SL-10.1/inst-source
hostip=IP.IP.IP.IP/27 gateway=IP.IP.IP.IP
nameserver=213.133.98.97"
vga = normal
initrd = /boot/install101-initrd
root = /dev/hda2
Bei LILO muss das Label als Default markiert sein und mit "lilo" der Bootsektor neu geschrieben werden. Grub liest Änderungen an der Konfigurationsdatei zur Laufzeit ein.
"hostip" gibt die IP-Adresse Ihres Rootservers an, die Netzmaske wird als Bitmaske hinten angestellt. Gateway und Nameserver sind natürlich passend zum RZ anzupassen. HTTP-Installationsquellen müssen über die IP-Adresse angesprochen werden können. Eine selbst aufgesetzte Installationsquelle auf einem virtuellen Apache-Host schlägt fehl.
Als Installationsquelle kann entweder der Ordner "inst-source" der offiziellen FTP- und HTTP-Server angegeben werden oder ein selbst aufgesetzter Server mit Verzeichnissen "CD1" bis "CD5" dienen. In diesem Fall muss der Pfad zum Inhalt der ersten CD angegeben werden.
4. Neustart und Installation
Starten Sie den Rechner neu und verbinden Sie per VNC-Viewer mit dem Installationssystem.
vncviewer ip-adresse:1
Wichtig ist, dass Sie während der Installation darauf achten, den SSH-Port in der Firewall-Konfiguration zu öffnen, da sonst kein Login am fertig installierten System möglich ist.
Deaktivieren Sie die VNC-Fernwartung im Zuge der endgültigen Einstellungen. In Fällen, in denen VNC zur Wartung benötigt wird, kann "vncserver" manuell gestartet werden.
Prinzipiell genügt eine Minimal-Installation (fünf Minuten über eine interne Installationsquelle). Zusätzliche Software kann anschließend komfortabel mit "rug" nachinstalliert werden, die Syntax für Subkommandos ist ähnlich wie bei "apt" oder "yum", beispielsweise:
rug install apache2
Sichere Variante:
Statt
vnc=1 vncpassword=geheim
besser
ssh=1 SSHPassword=topsecret
weil SSH im Gegensatz zu VNC verschlüsselt arbeitet.
Zum Starten der Installation kann man sich dann mit "ssh -X" einloggen und "yast" aufrufen.
Siehe auch:


