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OpenSolaris Netzwerkkonfiguration

Nach einem Update des von Hetzner bereitgestellten OpenSolaris tritt massiver Paket Loss auf. Wie man das vermeiden kann steht auf der Seite Solaris DAD.

OpenSolaris verwendet standardmäßig NWAM und DHCP, um die Netzwerk-Interfaces zu konfigurieren. Hieraus ergeben sich folgende Probleme:

  • andere IP-Adressen aus dem Subnetz, in dem sich Ihr Server befindet, sind nicht erreichbar
  • zusätzliche IP-Adressen lassen sich nicht konfigurieren
  • NWAM unterstützt momentan VNICs noch nicht vollständig (werden beispielsweise für Xen benötigt)

Um diese Probleme zu vermeiden, muss NWAM deaktiviert werden und eine manuelle Netzwerk-Konfiguration erstellt werden.

Folgende Angaben sind zum Einrichten notwendig:

  • Haupt-IP-Adresse und Gateway (siehe Fertigstellungs-E-Mail oder ifconfig -a bzw. netstat -rn)
  • Zusätzliche IP-Adressen
  • sofern vorhanden: Netznummer und Netzwerkmaske des zusätzlichen Subnetzes.

Beispiel-Server:

  • Haupt-IP-Adresse: 192.168.33.146, Gateway 192.168.33.129
  • Zusatz-IP-Adressen: 192.168.33.187, 192.168.33.188, 192.168.33.189
  • Subnetz: 192.168.250.192, Netzmaske 255.255.255.254


Die IP-Adressen würden sich in diesem Fall wie folgt einrichten lassen:

/etc/hosts

::1 localhost loghost
127.0.0.1 localhost loghost
192.168.40.146 rechnername.domain.tld rechnername

Weiterhin müssen für jede einzelne IP-Adresse Dateien mit dem Namen /etc/hostname.<NIC>[:<NUMMER>] angelegt werden. Diese enthalten die IP-Adresse sowie die Subnetzmaske in CIDR-Notation:

/etc/hostname.rge0

192.168.33.146/32

/etc/hostname.rge0:1

192.168.33.187/32

(usw.)

Bei zusätzlichen Subnetzen können Sie statt einer /32er-Maske auch die tatsächliche Subnetzmaske verwenden.

Richten Sie anschließend das Gateway ein:

$ pfexec route -p add -host 192.168.33.129 192.168.33.146 -interface
$ pfexec route -p add default 192.168.33.129

(Üblicherweise würden Sie /etc/defaultrouter verwenden, um das Gateway anzugeben. Dies funktioniert jedoch nicht, wenn Sie /32er-Subnetzmasken verwenden.)

Anschließend können Sie NWAM deaktivieren und das manuelle Netzwerk-Setup aktivieren:

$ pfexec svcadm disable physical:nwam; pfexec svcadm enable physical:default; pfexec svcadm restart milestone/network

Die drei Befehle sollten unbedingt in derselben Zeile eingegeben werden, da ein Deaktivieren von NWAM ansonsten dazu führt, dass das System nicht mehr über das Netzwerk erreichbar ist.



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